Premio del Cinema Svizzero

In Anwesenheit von Herrn Bundesrat Alain Berset sind heute Abend beim Schweizer Filmpreis die Besten des Schweizer Filmschaffens des Jahres 2014 ausgezeichnet worden. Die 17. Ausgabe fand zum ersten Mal im Schiffbau in Zürich statt, die Abendshow wurde für die Öffentlichkeit als Live- Stream auf srf.ch übertragen. Grosser Gewinner des Abends ist «Der Goalie bin ig»: Der Spielfilm erhält vier Auszeichnungen für bester Film, bestes Drehbuch, bester Darsteller und beste Filmmusik. «Left Foot Right Foot» nimmt je eine «Quartz»-Trophäe entgegen: für beste Nebenrolle und Kamera. Ursina Lardi, Marcus Signer und Dimitri Stapfer wurden zur besten Darstellerin, respektive besten Darstellern gekürt.

Insgesamt vier «Quartz»-Trophäen gehen an «Der Goalie bin ig»: Sabine Boss nimmt in der Kategorie «Bester Spielfilm» und zusammen mit Jasmine Hoch sowie Pedro Lenz für «Bestes Drehbuch» eine Auszeichnung entgegen. Weitere folgen für Marcus Signer als bester Darsteller und für die Filmmusik von Peter von Siebenthal sowie Richard Köchli.

In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» wird Peter Liechti mit «Vaters Garten – die Liebe meiner Eltern» ausgezeichnet. Weitere Gewinner sind «The Green Serpent» von Benny Jaberg in der Kategorie «Bester Kurzfilm», und «The Kiosk» von Anete Melece wird zum «Besten Animationsfilm» gekürt.

Als «Beste Darstellerin» erhält Ursina Lardi für ihre Rolle im Spielfilm «Traumland» einen Preis, wie auch Dimitri Stapfer für seine Darstellung in einer Nebenrolle in «Left Foot Right Foot». Denis Jutzeler wird für seine Kameraarbeit in «Left Foot Right Foot» ausgezeichnet. Erstmals gibt es auch einen Preis für die beste Montage, welchen Tania Stöcklin für ihre Arbeit in «Vaters Garten – die Liebe meiner Eltern» erhält.

Neben Herrn Bundesrat Alain Berset, der den Ehrenpreis an Alexander J. Seiler vergab, verlieh Frau Corine Mauch, Stadtpräsidentin von Zürich, den Preis für die «Beste Darstellerin» an Ursina Lardi. Der Präsident der Filmakademie, Christian Frei, übergab den Spezialpreis der Filmakademie an die Kostümbildnerin Françoise Nicolet. Die anderen Preisüberbringer waren unter anderem Vincent Baudriller, Theaterregisseur; Markus Imhoof, Regisseur; Mona Petri, Schauspielerin; Ruedi Matter, Direktor SRF; Niccolò Castelli, Regisseur.

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gewählt. Der Schweizer Filmpreis ist ein Engagement des Bundesamtes für Kultur. Er wird mit den Partnern SRG SSR und der Association «Quartz» Genève Zürich realisiert und in Zusammenarbeit mit Swiss Films, der Schweizer Filmakademie und den Solothurner Filmtagen organisiert.

Spezialpreis der Akademie
Der mit 5‘000 Franken dotierte Spezialpreis der Filmakademie 2014 geht an die Kostümbildnerin Françoise Nicolet für ihren bemerkenswerten Beitrag zu den Filmen «Les grandes ondes (à l'ouest)» und «Left Foot Right Foot», eine präzise Arbeit, die bei beiden Filmen nicht auf Effekte abzielt sondern die Werke unterstützt und den Figuren Authentizität verleiht.

Ehrenpreis
Der Autor und Produzent Alexander J. Seiler wird für sein filmisches und publizistisches Gesamtwerk ausgezeichnet. Herr Bundesrat Alain Berset überreichte dem engagierten Filmautor und Filmproduzenten die «Quartz»-Trophäe und hielt die Laudatio auf ihn.

Preisverleihung und Rahmenveranstaltungen Woche der Nominierten
Die Moderatorin Maria Victoria Haas führte durch den Abend. Die Preisverleihung wurde über den Live-Stream auf www.srf.ch/kultur von der Medienpartnerin SRG SSR ausgestrahlt.

Der Schweizer Filmpreis wurde mit Rahmenveranstaltungen für die Öffentlichkeit in den Städten Genf und Zürich begleitet. Mit Vorführungen der nominierten Filme im Kino Grütli in Genf und dem Filmpodium in Zürich konnte das Publikum die Vielfalt des Schweizer Filmschaffens entdecken. Ermöglicht wurde dies durch das Engagement des Kantons und der Stadt Genf sowie der Stadt Zürich, die in der Assocation «Quartz» Genève Zürich zusammengeschlossen sind.

Die nächste Ausgabe des Schweizer Filmpreises findet am Freitag, 13. März 2015 in Genf statt.

Übersicht Preisträgerinnen und Preisträger Schweizer Filmpreis 2014
«Bester Spielfilm»: Der Goalie bin ig, Sabine Boss, C-Films
«Bester Dokumentarfilm»: Vaters Garten - die Liebe meiner Eltern, Peter Liechti, Liechti Filmproduktion
«Bester Kurzfilm» – je Nomination: The Green Serpent, Benny Jaberg, Benny Jaberg
«Bester Animationsfilm»: The Kiosk, Anete Melece, Virage Film
«Bestes Drehbuch»: Jasmine Hoch, Sabine Boss, Pedro Lenz, Der Goalie bin ig
«Beste Darstellerin»: Ursina Lardi, Traumland
«Bester Darsteller»: Marcus Signer, Der Goalie bin ig
«Beste Darstellung in einer Nebenrolle»: Dimitri Stapfer, Left Foot Right Foot
«Beste Filmmusik»: Peter von Siebenthal, Richard Köchli, Der Goalie bin ig
«Beste Kamera»: Denis Jutzeler, Left Foot Right Foot
«Beste Montage»: Tania Stöcklin, Vaters Garten - die Liebe meiner Eltern
«Spezialpreis der Akademie»: Françoise Nicolet für das Design der Kostüme in den Spielfilmen «Les grandes ondes (à l'ouest)» von Lionel Baier und «Left Foot Right Foot» von Germinal Roaux
«Ehrenpreis»: Alexander J. Seiler

Bern, 21. März 2014

Mit Alexander J. Seiler wird einer der Gründerväter des Neuen Schweizer Films mit dem Ehrenpreis gewürdigt. Bundesrat Alain Berset überreicht dem engagierten Filmautor und Filmproduzenten die «Quartz»-Trophäe anlässlich der Verleihung des Schweizer Filmpreises am 21. März im Schiffbau in Zürich.

Der Träger des Ehrenpreises, der im Rahmen des Schweizer Filmpreises 2014 verliehen wird, steht fest: Der Autor und Produzent Alexander J. Seiler wird vom Bundesamt für Kultur für sein filmisches und publizistisches Gesamtwerk ausgezeichnet. Er zählt zu den Pionieren des Neuen Schweizer Films, die ab Mitte der 1960er-Jahre internationale Beachtung fanden.

Höchste Auszeichnung für Alexander J. Seiler
Alexander J. Seiler, geboren 1928 in Zürich, studierte in Basel, Zürich, Paris und München und promovierte in Wien. Zunächst war er als Journalist tätig, wandte sich jedoch ab 1960 dem Film zu. Seine Filmographie umfasst rund 20 Werke, darunter mehrere Dokumentarfilme, die in Zusammenarbeit mit der Musikerin June Kovach und dem Kameramann Rob Gnant entstanden sind. Seilers Filme erforschen anhand der subjektiven Erfahrungen von Menschen die Befindlichkeit in der Schweiz. Heimat und Fremde sind wiederkehrende Themen, unter anderem in seinem international vielbeachteten Werk «Siamo italiani» von 1964, in welchem der Alltag der italienischen Gastarbeiter der Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz gegenübergestellt wird. Rund 40 Jahre später, in «Septemberwind» (2002), sucht er die damaligen Gastarbeiter wieder auf und thematisiert die Folgen der Migration. Auch seine weiteren Filme sind geprägt vom kulturellen und gesellschaftlichen Engagement, unter ihnen «Musikwettbewerb» (1967), «Die Früchte der Arbeit» (1977), «Ludwig Hohl» (1982), «Palaver, Palaver» (1990), «Roman Brodmann. Der Nestbeschmutzer/Der Unruhestifter» (1995). Alexander J. Seilers filmische Arbeit lässt sich von seinem filmpolitischen und -publizistischen Engagement nicht trennen. Er ist Mitbegründer der Solothurner Filmtage und des Schweizerischen Filmzentrums, heute Swiss Films, engagierte sich im Verband der Schweizerischen Filmgestalter und in der Eidgenössischen Filmkommission.

Für den Schweizer Filmpreis 2014 gibt es 39 Nominationen. Die Auszeichnungen in elf Kategorien sind mit 435‘000 Franken dotiert: «Bester Spielfilm» und «Bester Dokumentarfilm» mit 25'000 Franken je Nomination, «Bester Kurzfilm» und «Bester Animationsfilm» mit 10'000 Franken je Nomination, «Bestes Drehbuch», «Beste Darstellerin», «Bester Darsteller», «Beste Darstellung in einer Nebenrolle», «Beste Filmmusik», «Beste Kamera» und «Beste Montage» mit 5'000 Franken je Nomination. Der «Spezialpreis der Akademie» ist mit 5‘000 Franken, der «Ehrenpreis» ist mit 30‘000 Franken ausgestattet.

Der Schweizer Filmpreis 2014
Die 17. Preisverleihung des Schweizer Filmpreises findet am Freitag, 21. März 2014 im Schiffbau in Zürich statt. Die Ehrung des heimischen Filmschaffens wird vom Bundesamt für Kultur mit den Partnern SRG SSR und der Association «Quartz» Genève Zürich realisiert und in Zusammenarbeit mit Swiss Films, der Schweizer Filmakademie und den Solothurner Filmtagen organisiert.

Pressefotos und Dossier mit allen Nominierten
Pressefotos von Alexander J. Seiler gibt es unter www.schweizerfilmpreis.ch, Rubrik «Medien». Hier gibt es auch ab sofort ein Dossier mit umfassenden Angaben zu den Nominierten für den Schweizer Filmpreis 2014.

Akkreditierung Schweizer Filmpreis 2014
Die Einladung zur Akkreditierung für die Preisverleihung des Schweizer Filmpreises 2014 in Zürich wird heute 14. Februar versendet.

Am 17. März 2012 wurde im KKL Luzern zum 15. Mal der Schweizer Filmpreis «Quartz» verliehen. Es wurden Filme und herausragende Leistungen in neun Kategorien ausgezeichnet. Mit gleich drei Preisen ist der italienischsprachige Spielfilm «Summer Games» («Giochi d’estate») der Siegerfilm des Abends. Zu den Besten des Jahres zählen auch die Schauspieler Carla Juri, Max Hubacher und Stefan Kurt.

Die Gewinnerinnen und Gewinner
Drei Auszeichnungen nimmt «Summer Games» (Produktion: Peacock Film, Zürich) aus Luzern mit: Regisseur Rolando Colla nahm den «Quartz» für den «Besten Spielfilm» von Festivaldirektor Olivier Père entgegen, während er zusammen mit Pilar Anguita-MacKay den «Quartz» für das «Beste Drehbuch» von der Slam-Poetin Daniela Dill übereicht bekam. Der erstmals verliehene Preis für die «Beste Kamera» ging ebenfalls an «Summer Games». Kameramann Ueli Steiger übergab diesen «Quartz» an Lorenz Merz. Carla Juri, die Hauptdarstellerin des Films «Eine wen iig, dr Dällebach Kari», gewann als «Beste Darstellerin» und konnte die Trophäe von der Schauspielerin Irène Jacob in Empfang nehmen. Als «Bester Darsteller» wurde Max Hubacher für die Titelrolle im Film «Der Verdingbub» von Regisseur und Schauspieler Dani Levy gekrönt. Für seine Rolle als Bösiger im gleichen Film überreichte die Schauspielerin Marie Leuenberger Stefan Kurt den «Quartz» in der Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle».

In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» nahm Fernand Melgar die von Alfredo Häberli gestaltete Trophäe für «Vol spécial» (Produktion: Climage, Lausanne) vom Regisseur Jean-Stéphane Bron entgegen. «Bester Kurzfilm» wurde «Du&Ich» von Esen Isik (Produktion: maximage, Zürich). Isik erhielt den Preis von der Regisseurin und Künstlerin Emmanuelle Antille. Den «Quartz» in der Kategorie «Beste Filmmusik» überreichte der Künstler und Musiker Dieter Meier an Peter Bräker, Balz Bachmann und George Vaine für die Filmmusik in «Day Is Done».

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gewählt. Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Bundesamts für Kultur, in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG SSR und mit SWISS FILMS.

«Spezialpreis der Akademie»
Der «Spezialpreis der Akademie» ging an Gion-Reto Killias, für die herausragende Montage der drei nominierten Filme «Abrir puertas y ventanas», «Day Is Done» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari». Dieser Preis wurde von Christian Frei, dem Präsidenten der Schweizer Filmakademie überreicht.

Ehrenpreis
Der Ehrenpreis 2012 würdigt das ausserordentliche Werk des Regisseurs und Autors Rolf Lyssy (vgl. Medienmitteilung vom 1. März 2012). Mit «Die Schweizermacher» (1978) schuf er den erfolgreichsten Schweizer Film der letzten 50 Jahre. Lyssy’s Schaffen umfasst weitere beim Publikum erfolgreiche Spielfilme sowie in jüngerer Zeit mehrere Dokumentarfilme wie der 2011 entstandene «Ursula – Leben in Anderswo». Ivo Kummer, Chef der Sektion Film beim Bundesamt für Kultur, ehrte die fünfzigjährige Karriere des Cineasten und übergab Rolf Lyssy den Ehrenpreis «Quartz» an der Verleihung.

Vom 35mm-Film zum digitalen Kino
Im Namen der Filmakademie sprach Fredi M. Murer Charly Huser eine Anerkennung aus für seine grossen Verdienste als Lichtbestimmer während 46 Jahren bei der Schwarz Film AG.

Preisverleihung
Moderatorin Susanne Kunz führte zweisprachig durch die Preisverleihung, der 850 Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft beiwohnten. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte das Christoph Walter Orchestra.

Die lange Nacht des Schweizer Films
Die Fernsehprogramme der SRG widmen dem einheimischen Filmschaffen auf SF zwei, SF, RTS un und RSI LA 1 je einen Abend und zeigten neben der Berichterstattung über den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» Schweizer Spielfilme und Beiträge über die Schweizer Filmwelt.

Weitere Informationen: www.schweizerfilmpreis.ch/


Die Gewinner «Quartz 2012» auf einen Blick

Bester Spielfilm:
«Summer Games» («Giochi d’estate») von Rolando Colla / Peacock Film, Zürich

Bester Dokumentarfilm:
«Vol spécial» von Fernand Melgar / Climage, Lausanne

Bester Kurzfilm:
«Du&Ich» von Esen Isik / maximage, Zürich

Beste Darstellerin:
Carla Juri in «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» von Xavier Koller / Catpics, Zürich

Bester Darsteller:
Max Hubacher in «Der Verdingbub» von Markus Imboden / C-Films, Zürich

Beste Darstellung in einer Nebenrolle:
Stefan Kurt in «Der Verdingbub» von Markus Imboden / C-Films, Zürich

Bestes Drehbuch:
Rolando Colla & Pilar Anguita-MacKay für «Summer Games» / Peacock Film, Zürich

Beste Kamera:
Lorenz Merz für «Summer Games» / Peacock Film, Zürich

Beste Filmmusik:
Peter Bräker, Balz Bachmann und George Vaine für «Day Is Done» / Okofilm Productions, Zürich

Spezialpreis der Akademie:
Gion-Reto Killias für die herausragende Montage in den drei Filmen «Abrir puertas y ventanas», «Day Is Done» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari»

Begründung für den Spezialpreis der Akademie:
Für drei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hat Gion-Reto Killias mit seiner Schnittarbeit die richtige Sprache und den richtigen Rhythmus gefunden. Was seine Arbeit auszeichnet, ist sein sensibler Umgang mit Emotionen und das Zugänglichmachen und Eröffnen einer vielschichtigen Dramaturgie.

Ehrenpreis:
Rolf Lyssy

Am 17. März wird im KKL Luzern das Schweizer Filmschaffen gewürdigt und gefeiert. Persönlichkeiten aus Kultur und Politik übergeben den Besten des Faches den Schweizer Filmpreis «Quartz» in neun Kategorien. Höhepunkt der Gala ist die Auszeichnung des besten Spielfilms. «Der Verdingbub» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» mit jeweils sechs Nominationen sind starke Kandidaten. Der diesjährige Ehrenpreis geht an den Schweizer Regisseur und Autor Rolf Lyssy.

Am 17. März werden ab 16.30 Uhr die Stars der Schweizer Filmwelt und zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft über den Roten Teppich ins KKL Luzern schreiten. Interessierte können dort den prominenten Gästen aus nächster Nähe begegnen. Moderatorin Susanne Kunz führt danach die 850 geladenen Gäste durch die eineinhalbstündige Preisverleihung. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgt das Christoph Walter Orchestra.

Die diesjährigen Auszeichnungen «Quartz 2012» werden von bedeutenden Persönlichkeiten überreicht: Von den Schaupielerinnen Irène Jacob und Marie Leuenberger, vom Regisseur und Schauspieler Dani Levy, von der Regisseurin und Künstlerin Emmanuelle Antille, vom Regisseur Jean-Stéphane Bron, vom Kameramann Ueli Steiger, vom Musiker Dieter Meier, von der Slam-Poetin Daniela Dill und vom künstlerischen Direktor des Filmfestivals Locarno Olivier Père.

Die Verleihung ist eine Veranstaltung des Bundesamtes für Kultur in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG SSR und SWISS FILMS. Partner sind die Schweizer Filmakademie, die Solothurner Filmtage, die Stadt Luzern und das KKL Luzern.

Auszeichnung für Regisseur und Autor Rolf Lyssy
Der Regisseur und Autor Rolf Lyssy wird für sein ausserordentliches Werk mit dem Ehrenpreis gewürdigt. Mit «Die Schweizermacher» (1978) schuf er den erfolgreichsten Schweizer Film der letzten 50 Jahre. Seine Karriere begann 1964: Er arbeitete bei Filmen von Reni Mertens und Walter Marti sowie von Alain Tanner mit. Sein aktuelles Werk «Ursula – Leben in Anderswo» (2011) knüpft an Mertens und Martis Film «Ursula oder das unwerte Leben» (1966) an. Erste Anerkennung als Regisseur und Autor fand er 1975 mit «Konfrontation», der Geschichte eines Attentates auf einen NSDAP-Gruppenleiter in Davos. Innerhalb der 40-jährigen Schaffensphase entstand ein vielfältiges Œuvre mit Spiel- und Dokumentarfilmen. Im Buch «Swiss Paradise» verarbeitete Lyssy die Lebenskrise, in welche der Filmautor Ende der 90er-Jahre geriet. Nach dem unvergesslichen Film «Die Schweizermacher» folgten die ebenfalls erfolgreichen Spielfilme «Teddy Bär» (1983) und «Leo Sonnyboy» (1989). Zu seinen jüngeren dokumentarischen Arbeiten zählen die Filme «Schreiben gegen den Tod» (2002), «Wäg vo de Gass!» (2004), «Die Vitusmacher» (2005) und «Hard(ys) Life» (2009). Ivo Kummer, Chef der Sektion Film beim Bundesamt für Kultur, übergibt Rolf Lyssy den Ehrenpreis «Quartz» an der Verleihung.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) gab am 25. Januar an der «Nacht der Nominationen» in Solothurn die 33 Nominationen für den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» bekannt. Bundesrat Alain Berset und Christian Frei, Präsident der Schweizer Filmakademie, richteten Grussworte an die zahlreichen Gäste. Der Schauspieler Leonardo Nigro führte durch den Abend. Die Verleihung des 15. Schweizer Filmpreises «Quartz 2012» findet am 17. März im KKL Luzern statt.

97 Filme waren für Nominationen in neun Kategorien zugelassen. Das Preisgeld für die Nominierten beläuft sich auf insgesamt 390'000 Franken. Das Nominationsgeld von 15'000 Franken für die Kategorie «Beste Filmmusik» stellt die Stadt Luzern zur Verfügung.

Wahl der Nominierten
Unter der Federführung der Schweizer Filmakademie stimmten rund 240 Mitglieder über die zugelassenen Schweizer Filme ab. Eine aus Akademie-Mitgliedern bestehende, vom Eidgenössischen Departement des Innern ernannte Kommission, sprach die Nominationen basierend auf den Empfehlungen der Akademie aus. Ihr gehörten an: Louis Crelier, Komponist; Beat Glur, Journalist; Myriam Flury, Cutterin; Stéphane Kuthy, Kameramann; Pierre Monnard, Regisseur; Chris Niemeyer, Regisseur und Produzent; Nina Scheu, Journalistin; Xavier Ruiz, Regisseur und Produzent und Andrea Zogg, Schauspieler.

Wahl der Gewinnerinnen und Gewinner «Quartz 2012»
Im Februar 2012 bestimmen die Mitglieder der Schweizer Filmakademie die Gewinnerinnen und Gewinner des Schweizer Filmpreises «Quartz 2012». Die Schweizer Filmakademie vergibt einen Spezialpreis für eine herausragende technische und künstlerische Leistung.

Durchführung «Quartz 2012»
Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Bundesamtes für Kultur in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG SSR und mit SWISS FILMS. Die Promotionsagentur SWISS FILMS ist mit der Organisation des Schweizer Filmpreises betraut und koordiniert in Zusammenarbeit mit der Schweizer Filmakademie das Nominations- und Jurierungsverfahren. Partner für die «Nacht der Nominationen» sind die Solothurner Filmtage.

Nominationen für den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012»
«Bester Spielfilm» – je Nomination CHF 25'000
ABRIR PUERTAS Y VENTANAS, Milagros Mumenthaler, Alina film
DER VERDINGBUB, Markus Imboden, C-Films
EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI, Xavier Koller, Catpics
HELL, Tim Fehlbaum, Vega Film
SUMMER GAMES, Rolando Colla, Peacock Film

«Bester Dokumentarfilm» – je Nomination CHF 25'000
BALKAN MELODIE, Stefan Schwietert, maximage
DAY IS DONE, Thomas Imbach, Okofilm Productions
MESSIES, EIN SCHÖNES CHAOS, Ulrich Grossenbacher, Fair & Ugly filmproduktion
THE SUBSTANCE, Martin Witz, ventura film
VOL SPÉCIAL, Fernand Melgar, Climage

«Bester Kurzfilm» – je Nomination CHF 10'000
BAGGERN, Corina Schwingruber Ilic, Minerva
CHASSE À L'ÂNE, Maria Nicollier, REC Production
DU&ICH, Esen Isik, maximage
EMILE DE 1 À 5, Lionel Baier, Rita Productions
L'AMBASSADEUR & MOI, Jan Czarlewski, ECAL École Cantonale d'Art de Lausanne

«Bestes Drehbuch» – je Nomination CHF 5'000
Plinio Bachmann, DER VERDINGBUB
Tim Fehlbaum, HELL
Rolando Colla, Pilar Anguita-MacKay, SUMMER GAMES

«Beste Darstellerin» – je Nomination CHF 5'000
Lisa Brand (Berteli), DER VERDINGBUB
Stephanie Glaser (Marguerite), MOTEL
Carla Juri (Annemarie Geiser), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI

«Bester Darsteller» – je Nomination CHF 5'000
Nils Althaus (Kari Dällenbach), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Saladin Dellers (Sascha), SILBERWALD
Max Hubacher (Max), DER VERDINGBUB

«Beste Darstellung in einer Nebenrolle» – je Nomination CHF 5’000
Stefan Kurt (Bösiger), DER VERDINGBUB
Hanspeter Müller-Drossaart (Kari Dällenbach), EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Marcus Signer (Mischa), MARY & JOHNNY

«Beste Filmmusik» – je Nomination CHF 5’000
Peter Bräker, Balz Bachmann, DAY IS DONE
Ben Jeger, DER VERDINGBUB
Balz Bachmann, EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI

«Beste Kamera» – je Nomination CHF 5’000
Felix von Muralt, EINE WEN IIG, DR DÄLLEBACH KARI
Ramòn Giger, OFF BEAT
Lorenz Merz, SUMMER GAMES

Am 12. März 2011 wurde im KKL Luzern zum 14. Mal der Schweizer Filmpreis «Quartz» verliehen. Die Preisvergabe erfolgte in neun Kategorien. Mit gleich zwei Preisen für den Spielfilm «La petite chambre» und dem «Quartz» für den «Besten Dokumentarfilm» an «Cleveland Versus Wall Street» beanspruchen die Westschweizer Regisseur/innen Stéphanie Chuat, Véronique Reymond und Jean-Stéphane Bron die ersten Plätze unter den Besten des Jahres. Die Organisatoren Bundesamt für Kultur, SRG SSR und SWISS FILMS führen ihr Engagement fort. Neu wird der Filmpreis ab 2012 auch als Plattform für Sponsoren geöffnet.

Die Gewinnerinnen und Gewinner Mit zwei Auszeichnungen ist «La petite chambre» (Produktion: Vega Film) der Siegerfilm des Abends. Stéphanie Chuat und Véronique Reymond nahmen den «Quartz» für den «Besten Spielfilm» von Bundesrätin Doris Leuthard entgegen, während der Komiker Massimo Rocchi den beiden Regisseurinnen den Preis für das «Beste Drehbuch» übergab. In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» nahm Jean-Stéphane Bron die von Alfredo Häberli gestaltete Trophäe für «Cleveland Versus Wall Street» (Produktion: Saga Production) vom Regisseur und Präsidenten der Filmakademie Christian Frei entgegen. «Bester Kurzfilm» wurde «Yuri Lennon’s Landing On Alpha 46» von Anthony Vouardoux (Oliwood Production), welcher den Preis von der Rapperin Steff la Cheffe in Empfang nehmen durfte, während Michaela Müller für «Miramare» den «Quartz» des «Besten Trickfilms» aus den Händen des Animationsfilmers Georges Schwizgebel empfangen durfte. Den «Quartz» in der Kategorie «Beste Filmmusik» überreichte der Dirigent Ludwig Wicki Marcel Vaid für die Filmmusik in «Goodnight Nobody». «Beste Darstellerin» wurde Isabelle Caillat, Hauptdarstellerin des Films «All That Remains», die den Quartz von der italienischen Schauspielerin Alba Rohrwacher entgegennahm. Als «Bester Darsteller» wurde Scherwin Amini für seine Rolle im Film «Stationspiraten» von der Komiker/in Marie-Thérèse Porchet gekrönt. Der «Quartz» in der Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle» wurde Carla Juri für ihre Rolle im Film «180°» überreicht.

Schweizer Filmakademie und der «Spezialpreis der Jury» Über die Nominierungen und über die Prämierungen stimmten rund 300 Mitglieder der Schweizer Filmakademie ab. Die aus Akademie-Mitgliedern bestehende Jury des Bundesamtes für Kultur (BAK) hat die Preisträgerinnen und Preisträger, basierend auf den Empfehlungen der Akademie gekürt und vergab den «Spezialpreis der Jury» an Gerald Damovsky für die Ausstattung in «Sennentuntschi». Diesen Preis überreichte der Autor und Theaterregisseur Daniele Finzi Pasca.

Ehrenpreis Mit Marcel Hoehn wurde der Produzent von «Die Schweizermacher» und weiterer erfolgreicher Filme gewürdigt (vgl. Medienmitteilung vom 1. März 2011). Den Ehrenpreis überreichte Kameramann Renato Berta.

Preisverleihung Roger de Weck, Generaldirektor SRG SSR eröffnete die Feierlichkeiten mit einem Grusswort als Organisator und Fernseh-Moderatorin Susanne Kunz führte zweisprachig durch den Gala-Abend, dem 900 Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft beiwohnten. Den musikalischen Rahmen gestaltete das 21st Century Symphony Orchestra unter der Leitung von Ludwig Wicki.

Die lange Nacht des Schweizer Films Die Fernsehprogramme der SRG auf SF zwei, TSR 1 und RSI LA 1 widmeten den Samstagabend, 12. März 2011 dem Schweizer Filmschaffen und zeigten neben der Berichterstattung über den Schweizer Filmpreis «Quartz 2011» erfolgreiche Schweizer Filme. Auch die Radiosender der SRG berichteten ausführlich über den Schweizer Filmpreis «Quartz 2011» und das Schweizer Filmschaffen.

Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» Die Organisatoren Bundesamt für Kultur, SRG und SWISS FILMS bekräftigen ihr gemeinsames Engagement für den Schweizer Filmpreis «Quartz» und veranstalten die Gala 2012 wiederum im KKL Luzern, am Samstag 17.März 2012.

Nachdem die SRG die Gala in Luzern von 2009 bis 2011 organisiert und finanziert hat und sie zu einem einzigartigen Kulturanlass entwickelt hat, reduziert sie ihr Engagement, bleibt jedoch Hauptpartner. Neu wird der Schweizer Filmpreis ab 2012 auch als Plattform für Sponsoren geöffnet. SWISS FILMS stellt sich für die Organisation der Gala zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.schweizerfilmpreis.ch

Die Gewinner «Quartz 2011» auf einen Blick

Bester Spielfilm: «La petite chambre» von Stéphanie Chuat, Véronique Reymond / Vega Film

Bester Dokumentarfilm: «Cleveland Versus Wall Street» von Jean-Stéphane Bron / Saga Production

Bester Kurzfilm: «Yuri Lennon’s Landing On Alpha 46» von Anthony Vouardoux / Oliwood Productions

Bester Trickfilm: «Miramare» von Michaela Müller / Academy of Fine Arts, University of Zagreb

Bestes Drehbuch: Stéphanie Chuat, Véronique Reymond für «La petite chambre» (Vega Film)

Beste Darstellerin: Isabelle Caillat in «All That Remains» von Pierre-Adrian Irlé, Valentin Rotelli (Jump Cut Production)

Bester Darsteller: Scherwin Amini in «Stationspiraten» von Michael Schaerer (Zodiac Pictures)

Beste Darstellung in einer Nebenrolle: Carla Juri in «180°» von Cihan Inan (C-Films)

Beste Filmmusik: Marcel Vaid für «Goodnight Nobody» von Jacqueline Zünd (Docmine Productions)

Spezialpreis der Jury: Gerald Damovsky für die Ausstattung in «Sennentuntschi» von Michael Steiner (Constantin Film Schweiz / Kontraproduktion)

Begründung für den Spezialpreis der Jury: «Das Szenenbild von Gerald Damovsky trägt Wesentliches zu jener schaurig düsteren Atmosphäre bei, die das «Sennentuntschi» zu einem wuchtigen, abgründigen und absolut unschweizerischen Alpenthriller macht.»

Am 12. März 2011 wird im Rahmen einer festlichen Gala im KKL Luzern der Schweizer Filmpreis «Quartz 2011» verliehen. Dieser zeichnet die Jahresbesten des heimischen Filmschaffens in neun Kategorien aus, ergänzt durch den «Spezialpreis der Jury». Neu eingeführt wird die Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle», welche die bisherige Kategorie «Bestes schauspielerisches Nachwuchstalent» ersetzt.

Bis zur Preisverleihung im März 2011 stehen verschiedene Etappen an:

Wahl der Nominierten Unter der Federführung der Schweizer Filmakademie, die seit Sommer 2010 von Regisseur Christian Frei präsidiert wird, stimmen ab sofort bis 25. Januar 2011 300 Mitglieder über rund 120 zulässige Schweizer Filme ab. Eine neunköpfige Nominationskommission, die aus Akademie-Mitgliedern besteht und vom Eidgenössischen Departement des Innern ernannt wird, spricht die Nominationen basierend auf den Empfehlungen der Akademie aus.

«Nacht der Nominationen» in Solothurn Die Nominationen in den Kategorien «Bester Spielfilm», «Bester Dokumentarfilm», «Bester Kurzfilm», «Bester Trickfilm», «Bestes Drehbuch», «Beste Darstellerin», «Bester Darsteller», «Beste Darstellung in einer Nebenrolle» und «Beste Filmmusik» werden an der «Nacht der Nominationen» am 26. Januar 2011 im Rahmen der Solothurner Filmtage bekannt gegeben. Für die Nominierten steht ein Preisgeld von CHF 425'000 zur Verfügung.

Wahl der Gewinnerinnen und Gewinner «Quartz 2011» Im Februar werden die Mitglieder der Filmakademie in einem zweiten Schritt die Gewinnerinnen und Gewinner des Schweizer Filmpreises «Quartz 2011» wählen. Eine aus Akademie-Mitgliedern bestehende Jury, die vom Eidgenössischen Departement des Innern ernannt wird, kürt die Preisträgerinnen und Preisträger, basierend auf den Empfehlungen der Akademie, und vergibt den «Spezialpreis der Jury» für eine herausragende technische und künstlerische Leistung.

Die Promotionsagentur SWISS FILMS ist vom Bundesamt für Kultur mit der Organisation des Schweizer Filmpreises betraut und koordiniert in Zusammenarbeit mit der Schweizer Filmakademie das Nominations- und Jurierungsverfahren. Es ist der 14. Schweizer Filmpreis «Quartz», der vergeben wird. Zum dritten Mal findet die Preisverleihung im KKL Luzern statt. Sie steht unter dem Patronat der SRG SSR idée suisse und wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur, SWISS FILMS und der Schweizer Filmakademie durchgeführt.

Zürich / Bern, 10. November 2010