Anlässlich einer Medienkonferenz in Bern präsentierten heute das Bundesamt für Kultur und seine Partner den frisch lancierten Schweizer Filmpreis 2013. Neu sind die Durchführungsorte Genf und Zürich sowie das Design der «Quartz»-Trophäe. Weiter finden in den Städten Genf und Zürich Rahmenveranstaltungen für die Öffentlichkeit statt. Die Medienpartnerin SRG SSR engagiert sich beim Schweizer Filmpreis 2013 weiterhin mit Fernsehübertragungen. Die Preisverleihung findet am 23. März 2013 im Bâtiment des Forces Motrices (BFM) in Genf statt.

Das Bundesamt für Kultur, die bisherige Medienpartnerin SRG SSR und die neuen Partner, der Kanton und die Stadt Genf sowie die Stadt Zürich, präsentierten den frisch lancierten Schweizer Filmpreis 2013. Der Schweizer Filmpreis zählt seit 2012 zu den Eidgenössischen Preisen, die das Bundesamt für Kultur im Rahmen der Kulturbotschaft für jeden Kreativbereich ausrichtet. Jean-Frédéric Jauslin, Direktor Bundesamt für Kultur: «Die Kooperation zwischen den bisherigen und den neuen Partnern ist äusserst wertvoll und produktiv. Sie erzeugt eine neue Dynamik und Öffentlichkeit – davon kann das Schweizer Filmschaffen besonders profitieren. Darüber hinaus bleibt jedoch der Grundgedanke bestehen, das Schweizer Filmschaffen von offizieller Seite zu würdigen und durch mediale Aufmerksamkeit zu fördern.»

Veranstaltungen für das Publikum

Die veränderten Rahmenbedingungen wurden zum Anlass genommen, um das Konzept des Filmpreises zu optimieren. Sowohl die Nacht der Nominationen als auch die Preisverleihung erfahren Neuerungen. Auf die Gewinner des Filmpreises 2013 wartet zudem eine «Quartz»-Trophäe in neuem Design. War der Filmpreis bisher der Branche vorbehalten, wird er durch das neue Engagement des Kantons und der Stadt Genf sowie der Stadt Zürich verstärkt auch zu einem Publikumsereignis, das über die Verleihung hinausgeht. Ivo Kummer, Leiter Sektion Film Bundesamt für Kultur: «Ein wichtiges Ziel des Filmpreises ist es, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Vielfalt und die Qualität des Schweizer Films zu schärfen. Der verstärkte Austausch zwischen der Deutsch- und Westschweiz wird dem Publikum zeigen, dass gute Filme keine Grenzen kennen.»

Filmstädte Genf und Zürich

Mit den beiden Städten Genf und Zürich präsentieren sich zwei Veranstaltungsorte, die sowohl über filmwirtschaftliche Strahlkraft, als auch über filmische Tradition verfügen. Sami Kanaan, Stadtrat der Stadt Genf, Vorsteher des Departements für Kultur und Sport: «Genf liebt Filme und Filmschaffende. Dass wir abwechslungsweise mit der Stadt Zürich den Schweizer Filmpreis durchführen, ist wegweisend. Unsere Partnerschaft hat zum Ziel, einen Anlass zu fördern, der das Beste des Schweizer Films vermittelt. Unser gemeinsames Engagement erlaubt auch, eine Brücke zwischen zwei wichtigen Polen in der Förderung des Filmschaffens und der Filmproduktion in der Schweiz zu schlagen.» Corine Mauch, Stadtpräsidentin Stadt Zürich: «Zürich ist eine Filmstadt. Die Stadt kommt in jedem vierten Schweizer Film vor und ein Viertel aller Schweizer Produktionen entstehen in Zürich. Der Schweizer Film wird von uns gefördert und unsere Stadt gewinnt durch den Schweizer Film. Es freut mich deshalb sehr, dass die Stadt Zürich zusammen mit Genf neue Gastgeberstadt für den Schweizer Filmpreis ist.»

Neuer Verein Association «Quartz» Genève Zürich

Der Kanton Genf sowie die Städte Genf und Zürich gründeten vergangenen August den Verein mit dem Namen Association «Quartz» Genève Zürich, welcher die Unterstützung des Schweizer Filmpreises zum Ziel hat. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den beteiligten Partnern. Charles Beer, Präsident Association «Quartz» Genève Zürich, Regierungsrat Kanton Genf, Vorsteher Departement für Erziehung, Kultur und Sport: «Die Filmproduktion hat eine lange Tradition in Genf und Zürich, zahlreiche Filmschaffende und Fachpersonen entwickeln in diesen Städten die Schweizer Filmkultur. Es lag deshalb auf der Hand, mit der Association «Quartz» Genève Zürich eine Partnerschaft ins Leben zu rufen, die dem Schweizer Filmpreis eine qualitativ hochstehende Plattform bietet. Wir freuen uns über die Perspektiven, die durch diese Zusammenarbeit entstehen und darüber, uns aktiv für das Filmschaffen sowie für den Austausch zwischen der Romandie und der Deutschschweiz einsetzen zu können.»

Wertvolle Medienpartnerschaft

Wie in den Vorjahren engagiert sich die SRG beim Schweizer Filmpreis 2013 als Medienpartnerin. Roger de Weck, Generaldirektor SRG: «Die SRG investiert jedes Jahr mehr als 20 Millionen Franken in den Schweizer Film. Hinzu kommt die Medienpartnerschaft der SRG mit dem Schweizer Filmpreis, den sie auch finanziell kräftig unterstützt. Das ist Service public, zugunsten des Publikums und der kreativen Schweizer Filmbranche. Die SRG begrüsst den Beschluss, den Filmpreis künftig im Turnus in der Romandie und der Deutschschweiz zu verleihen: Gerade der Schweizer Film sprengt nämlich immer wieder die Mentalitäts- und Sprachgrenzen.»

Die nominierten Filme und Akteure für den Schweizer Filmpreis 2013 werden an der Nacht der Nominationen, die am 30. Januar 2013 während den Solothurner Filmtagen stattfindet, bekanntgegeben. Hier wird auch die neue «Quartz»-Trophäe präsentiert.

Der Schweizer Filmpreis ist ein Engagement des Bundesamtes für Kultur. Er wird mit der Partnerin SRG und der Association «Quartz» Genève Zürich realisiert und in Zusammenarbeit mit Swiss Films, der Schweizer Filmakademie und den Solothurner Filmtagen organisiert.

Ausschreibung Schweizer Filmpreis 2013

19. September 2012 - 9:20

Das Bundesamt für Kultur (BAK) eröffnet die Ausschreibung für den Schweizer Filmpreis 2013. Für die Teilnahme muss eine Anmeldung erfolgen. Diese muss bis am 30. September 2012 durch den oder die Inhaber der Filmrechte bei SWISS FILMS eingereicht werden.

Das Anmeldeformular mit der Décharge «VoD-Plattform für das Nominationsverfahren durch die Schweizer Filmakademie» sowie die Ausschreibung sind angehängt:

Die Mitgliederversammlung der Schweizer Filmakademie wird am Sonntag 5. August 2012 in Locarno stattfinden und zwar im HOTEL BELVEDERE LOCARNO (Via ai Monti della Trinità 44 - 6600 Locarno). Die GV beginnt um 16.00 Uhr und endet voraussichtlich um 17.15 Uhr. Im Anschluss an die GV findet eine kurze Podiumsdiskussion statt. Weitere Informationen folgen in Kürze. Save the date please!

Ehre für den Vertreter einer vergehenden Epoche: Lichtbestimmer Charly Huser

Meine Damen und Herren, liebe Film- und Digitalverrückte Wir wissen es alle, aber ich wiederhole es gerne ein letztes Mal: Seit der Erfindung des bewegten Bildes - vor bald 120 Jahren - war und ist der Film einer permanenten Revolution unterworfen. Wobei der technische Pioniergeist dem künstlerischen immer eine Nasenlänge voraus war. Und kaum hatten sich die Filmkünstler die technischen Errungenschaft zu eigen gemacht, stand schon die nächste vor der Tür.

So hatte die Erfindung des Tonfilms die sagenhafte Ära des Stummfilms beendet. Mit dem ersten Color-Film - vor 71 Jahren - begann das unaufhaltsame Entschwinden der schwarzen und weissen Farben – wie Alain Tanner mal sagte. Der Anamorphot vertrieb das gemütliche Normalformat aus unseren Kinos, und der Dolby-Stereo-Surround-Sound eliminierte den ehrlichen Mono-Ton. Etc.

Aber jetzt, in diesen Tagen, meine Damen und Herren, steht uns in der langen Filmgeschichte zum ersten Mal nicht nur eine technische Revolution, sondern ein veritabler Weltuntergang bevor! - Nämlich der Untergang der analogen Filmkultur.

Was wir seit über 100 Jahren buchstäblich in unseren Händen gehalten haben, ist im Begriff sich zu entmaterialisieren, d. h. sich in Abermillionen von Pixels aufzulösen, bestehend aus nichts als Zahlen. Virtuell gespeichert auf klitzekleinen Memory-Sticks oder Harddisk-Boxen, von denen wir weder die Halbwertszeit noch das Verfalldatum kennen. - Ich weiss gar nicht, warum wir so fröhlich sind!

In absehbarer Zeit werden Labels wie KODAK, FUJI, AGFA, GEVAERT oder FERRANIA nur noch im Fremdwörterbuch zu finden sein. Aus diesem Grunde haben wir – für die Nostalgiker unter Ihnen – der Einladung ein echtes Stück perforierten Azetat-Film mit analogem Lichtton beigelegt. Ein Streifchen Film übrigens, das nachweislich durch die Hände eines Mannes in weissen Handschuhen gegangen ist, durch dessen Hände auch einige Hundert andere Schweizer Filme gegangen sind.

Im Abspann stand hinter seinem Namen jeweils das wundersame Wort: LICHTBESTIMMUNG. Sein Name ist: Charles Huser – genannt Charly, und er sitzt heute ausnahmsweise mal in der ersten Reihe. - Ich grüsse Dich!

Lieber Charly, ich freue mich sehr, Dich im Namen der Filmakademie und der gesamten Branche für Deine Verdienste am Schweizer Filmschaffen mit einer ANERKENNUNG beehren zu dürfen. - Mit Deinem meisterhaften Auge und Deinem Engagement hast Du wesentlich zur Kino-Magie unzähliger Spiel- und Dokumentarfilme beigetragen.

Ich freue mich sehr, Dich im Namen der Filmakademie und der gesamten Filmbranche für Deine Verdienste am Schweizer Filmschaffen mit einer besonderen Anerkennung zu ehren.

Bevor ich Dich aber auf die Bühne bitte, möchte ich noch ein paar Dinge über Dich erzählen:

Charly Huser kam am 16. März 1949 – also gestern vor 63 Jahren – in Bern zur Welt und nur 16 Jahre später in Ostermundigen zum Film.

Genauer gesagt: Charly begann anno 1965 bei der Schwarz-Filmtechnik GmbH in Ostermundigen eine Lehre als Filmlaborant und besuchte gleichzeitig die Fotolaboranten-Klasse an der Kunstgewerbeschule Bern.

Sein Lehrmeister war der legendäre Film-Pionier Edgar Schwarz.
Im Laufe seiner 46-jährigen Berufskarriere bildete sich Charly zum Film-Entwickler, Film-Kopisten, Negativ-Cutter, Film-Restaurator und schliesslich zum Lichtbestimmer für Schwarz-weiss- und Color-Filme weiter. Später avancierte er zum Kadermitglied mit Prokura und wurde Leiter der Schwarz-weiss- und Farb-Lichtbestimmung. Seine Mitgliedschaft in der Geschäftsleitung behielt er auch bei, nachdem die Egli Film AG das Filmlabor übernommen hatte.

Für uns Filmemacher – und ganz speziell für unsere Kameraleute – war der Name «Charly» ein Synonym für Zuverlässigkeit, Fachkompetenz – und Überstunden. Oft leistete er diese sogar freiwillig, weil er sich mit Leib und Seele mit unseren Projekten identifizierte. Und wenn mal eine Kopie erst einige Stunden vor dem Uraufführungstermin in Solothurn oder Locarno aus der Kopiermaschine kam, brachte er sie höchstpersönlich vorbei – manchmal noch etwas feucht.

Mit seinem feinen Gespür für die richtige Lichtdichte und Farbtemperatur komponierte er aus den unterschiedlich belichteten Einstellungen ein zusammenhängendes Ganzes und hauchte so unseren Kino-Kopien noch das allerletzte Fünklein Seele ein.

Trotz seiner hohen Professionalität war Charly nie der abgebrühte Routinier, sondern blieb der berührte Filmliebhaber. Nicht selten hatte er bei der Endabnahme eines Films, an dem er wochenlang gearbeitet hatte, Tränen in den Augen.

Zu seiner Klientel gehörten ziemlich alle, die hierzulande und im nahen Ausland Rang und Namen hatten. Angefangen bei den Urvätern Franz Schnyder und Kurt Früh, quer durch alle bekannten und weniger bekannten Namen von Filmschaffenden unseres Landes – von mindestens drei Generationen. Zu seinen ganz besonderen Kunden gehörte Wim Wenders und Jean-Luc Godard.

Mit Ausnahme eines 7-monatigen Abstechers an die Kunstgewerbeschule Zürich, wo er 1969 in einem der sagenhaften Filmarbeitskurse von Hans-Heinrich Egger die Kamera- und Tonklasse absolvierte, hielt Charly 46 Jahre seines Lebens derselben Firma die Treue. – Bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung vor drei Jahren, als sein geliebter Film-Betrieb der digitalen Revolution zum Opfer fiel.

Dennoch gehört Charly nicht zu jenen Analog-Veteranen, die finden, früher sei alles besser gewesen. Im Gegenteil, er bewundert und vielleicht beneidet er sogar seine Digital-Kollegen um ihre fast unbegrenzten Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung. Aber nicht bedingungslos. Als Mann mit Stil und Respekt vor Authentizität, würde er es wohl nicht übers Herz bringen, einem aalglatten Digital-Originalbild mit einen modischen (digital hergestellten) Supper-8-Look zu versehen.

Wie ich ihn kenne, zieht er ein echtes Kotelett einer Kotelett-Imitation aus Tofu vor. Womit ich bei Charlys zweiter Leidenschaft angelangt wäre, der Kochkunst. Und dass diese ihn ebenso glücklich macht wie das Lichtbestimmen, ist nicht zu übersehen.

                            © Fredi M. Murer / 16.3.2012

Am 17. März 2012 wurde im KKL Luzern zum 15. Mal der Schweizer Filmpreis «Quartz» verliehen. Es wurden Filme und herausragende Leistungen in neun Kategorien ausgezeichnet. Mit gleich drei Preisen ist der italienischsprachige Spielfilm «Summer Games» («Giochi d’estate») der Siegerfilm des Abends. Zu den Besten des Jahres zählen auch die Schauspieler Carla Juri, Max Hubacher und Stefan Kurt.

Die Gewinnerinnen und Gewinner
Drei Auszeichnungen nimmt «Summer Games» (Produktion: Peacock Film, Zürich) aus Luzern mit: Regisseur Rolando Colla nahm den «Quartz» für den «Besten Spielfilm» von Festivaldirektor Olivier Père entgegen, während er zusammen mit Pilar Anguita-MacKay den «Quartz» für das «Beste Drehbuch» von der Slam-Poetin Daniela Dill übereicht bekam. Der erstmals verliehene Preis für die «Beste Kamera» ging ebenfalls an «Summer Games». Kameramann Ueli Steiger übergab diesen «Quartz» an Lorenz Merz. Carla Juri, die Hauptdarstellerin des Films «Eine wen iig, dr Dällebach Kari», gewann als «Beste Darstellerin» und konnte die Trophäe von der Schauspielerin Irène Jacob in Empfang nehmen. Als «Bester Darsteller» wurde Max Hubacher für die Titelrolle im Film «Der Verdingbub» von Regisseur und Schauspieler Dani Levy gekrönt. Für seine Rolle als Bösiger im gleichen Film überreichte die Schauspielerin Marie Leuenberger Stefan Kurt den «Quartz» in der Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle».

In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» nahm Fernand Melgar die von Alfredo Häberli gestaltete Trophäe für «Vol spécial» (Produktion: Climage, Lausanne) vom Regisseur Jean-Stéphane Bron entgegen. «Bester Kurzfilm» wurde «Du&Ich» von Esen Isik (Produktion: maximage, Zürich). Isik erhielt den Preis von der Regisseurin und Künstlerin Emmanuelle Antille. Den «Quartz» in der Kategorie «Beste Filmmusik» überreichte der Künstler und Musiker Dieter Meier an Peter Bräker, Balz Bachmann und George Vaine für die Filmmusik in «Day Is Done».

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gewählt. Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Bundesamts für Kultur, in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG SSR und mit SWISS FILMS.

«Spezialpreis der Akademie»
Der «Spezialpreis der Akademie» ging an Gion-Reto Killias, für die herausragende Montage der drei nominierten Filme «Abrir puertas y ventanas», «Day Is Done» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari». Dieser Preis wurde von Christian Frei, dem Präsidenten der Schweizer Filmakademie überreicht.

Ehrenpreis
Der Ehrenpreis 2012 würdigt das ausserordentliche Werk des Regisseurs und Autors Rolf Lyssy (vgl. Medienmitteilung vom 1. März 2012). Mit «Die Schweizermacher» (1978) schuf er den erfolgreichsten Schweizer Film der letzten 50 Jahre. Lyssy’s Schaffen umfasst weitere beim Publikum erfolgreiche Spielfilme sowie in jüngerer Zeit mehrere Dokumentarfilme wie der 2011 entstandene «Ursula – Leben in Anderswo». Ivo Kummer, Chef der Sektion Film beim Bundesamt für Kultur, ehrte die fünfzigjährige Karriere des Cineasten und übergab Rolf Lyssy den Ehrenpreis «Quartz» an der Verleihung.

Vom 35mm-Film zum digitalen Kino
Im Namen der Filmakademie sprach Fredi M. Murer Charly Huser eine Anerkennung aus für seine grossen Verdienste als Lichtbestimmer während 46 Jahren bei der Schwarz Film AG.

Preisverleihung
Moderatorin Susanne Kunz führte zweisprachig durch die Preisverleihung, der 850 Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft beiwohnten. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte das Christoph Walter Orchestra.

Die lange Nacht des Schweizer Films
Die Fernsehprogramme der SRG widmen dem einheimischen Filmschaffen auf SF zwei, SF, RTS un und RSI LA 1 je einen Abend und zeigten neben der Berichterstattung über den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» Schweizer Spielfilme und Beiträge über die Schweizer Filmwelt.

Weitere Informationen: www.schweizerfilmpreis.ch/


Die Gewinner «Quartz 2012» auf einen Blick

Bester Spielfilm:
«Summer Games» («Giochi d’estate») von Rolando Colla / Peacock Film, Zürich

Bester Dokumentarfilm:
«Vol spécial» von Fernand Melgar / Climage, Lausanne

Bester Kurzfilm:
«Du&Ich» von Esen Isik / maximage, Zürich

Beste Darstellerin:
Carla Juri in «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» von Xavier Koller / Catpics, Zürich

Bester Darsteller:
Max Hubacher in «Der Verdingbub» von Markus Imboden / C-Films, Zürich

Beste Darstellung in einer Nebenrolle:
Stefan Kurt in «Der Verdingbub» von Markus Imboden / C-Films, Zürich

Bestes Drehbuch:
Rolando Colla & Pilar Anguita-MacKay für «Summer Games» / Peacock Film, Zürich

Beste Kamera:
Lorenz Merz für «Summer Games» / Peacock Film, Zürich

Beste Filmmusik:
Peter Bräker, Balz Bachmann und George Vaine für «Day Is Done» / Okofilm Productions, Zürich

Spezialpreis der Akademie:
Gion-Reto Killias für die herausragende Montage in den drei Filmen «Abrir puertas y ventanas», «Day Is Done» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari»

Begründung für den Spezialpreis der Akademie:
Für drei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hat Gion-Reto Killias mit seiner Schnittarbeit die richtige Sprache und den richtigen Rhythmus gefunden. Was seine Arbeit auszeichnet, ist sein sensibler Umgang mit Emotionen und das Zugänglichmachen und Eröffnen einer vielschichtigen Dramaturgie.

Ehrenpreis:
Rolf Lyssy

Am 17. März wird im KKL Luzern das Schweizer Filmschaffen gewürdigt und gefeiert. Persönlichkeiten aus Kultur und Politik übergeben den Besten des Faches den Schweizer Filmpreis «Quartz» in neun Kategorien. Höhepunkt der Gala ist die Auszeichnung des besten Spielfilms. «Der Verdingbub» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» mit jeweils sechs Nominationen sind starke Kandidaten. Der diesjährige Ehrenpreis geht an den Schweizer Regisseur und Autor Rolf Lyssy.

Am 17. März werden ab 16.30 Uhr die Stars der Schweizer Filmwelt und zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft über den Roten Teppich ins KKL Luzern schreiten. Interessierte können dort den prominenten Gästen aus nächster Nähe begegnen. Moderatorin Susanne Kunz führt danach die 850 geladenen Gäste durch die eineinhalbstündige Preisverleihung. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgt das Christoph Walter Orchestra.

Die diesjährigen Auszeichnungen «Quartz 2012» werden von bedeutenden Persönlichkeiten überreicht: Von den Schaupielerinnen Irène Jacob und Marie Leuenberger, vom Regisseur und Schauspieler Dani Levy, von der Regisseurin und Künstlerin Emmanuelle Antille, vom Regisseur Jean-Stéphane Bron, vom Kameramann Ueli Steiger, vom Musiker Dieter Meier, von der Slam-Poetin Daniela Dill und vom künstlerischen Direktor des Filmfestivals Locarno Olivier Père.

Die Verleihung ist eine Veranstaltung des Bundesamtes für Kultur in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG SSR und SWISS FILMS. Partner sind die Schweizer Filmakademie, die Solothurner Filmtage, die Stadt Luzern und das KKL Luzern.

Auszeichnung für Regisseur und Autor Rolf Lyssy
Der Regisseur und Autor Rolf Lyssy wird für sein ausserordentliches Werk mit dem Ehrenpreis gewürdigt. Mit «Die Schweizermacher» (1978) schuf er den erfolgreichsten Schweizer Film der letzten 50 Jahre. Seine Karriere begann 1964: Er arbeitete bei Filmen von Reni Mertens und Walter Marti sowie von Alain Tanner mit. Sein aktuelles Werk «Ursula – Leben in Anderswo» (2011) knüpft an Mertens und Martis Film «Ursula oder das unwerte Leben» (1966) an. Erste Anerkennung als Regisseur und Autor fand er 1975 mit «Konfrontation», der Geschichte eines Attentates auf einen NSDAP-Gruppenleiter in Davos. Innerhalb der 40-jährigen Schaffensphase entstand ein vielfältiges Œuvre mit Spiel- und Dokumentarfilmen. Im Buch «Swiss Paradise» verarbeitete Lyssy die Lebenskrise, in welche der Filmautor Ende der 90er-Jahre geriet. Nach dem unvergesslichen Film «Die Schweizermacher» folgten die ebenfalls erfolgreichen Spielfilme «Teddy Bär» (1983) und «Leo Sonnyboy» (1989). Zu seinen jüngeren dokumentarischen Arbeiten zählen die Filme «Schreiben gegen den Tod» (2002), «Wäg vo de Gass!» (2004), «Die Vitusmacher» (2005) und «Hard(ys) Life» (2009). Ivo Kummer, Chef der Sektion Film beim Bundesamt für Kultur, übergibt Rolf Lyssy den Ehrenpreis «Quartz» an der Verleihung.

Nominees Luncheon

28. Februar 2012 - 11:14

Am Samstag, 25. Februar 2012 durften wir die Nominierten des Schweizer Filmpreises «Quartz 2012» feiern.

Anlässlich des zweiten Nominees Luncheon der Schweizer Filmakademie im Kino Riffraff in Zürich überreichte der Direktor des Bundesamtes für Kultur Jean-Frédéric Jauslin und der Präsident der Schweizer Filmakademie Christian Frei den Nominierten persönlich die Nominationsurkunde.

Geehrt wurden herausragende Leistungen in neun Kategorien: Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm, Bester Kurzfilm, Bestes Drehbuch, Beste Darstellerin, Bester Darsteller, Beste Darstellung in einer Nebenrolle, Beste Filmmusik und erstmals Beste Kamera.

Anbei das Gruppenfoto aller anwesenden Nominierten.

Wir danken allen, die gekommen sind, die mitgeholfen haben und ganz besonders Alberto Venzago für die wunderbaren Bilder, die auf der Facebook-Seite der Schweizer Filmakademie bewundert werden können.

Nominees Show

23. Februar 2012 - 15:02

Liebe Mitglieder der Schweizer Filmakademie
Chers membres de l'Académie du Cinéma Suisse

Aufgrund der Initiative von Alexandra Prusa, Nina Scheu und Tiziana Mona wird die Mehrzahl aller nominierten Filme am kommenden Wochenende im Kino Riffraff in Zürich sowie am Wochenende vom 3./4. März in der Cinématheque suisse gezeigt. Akademiemitglieder profitieren von vergünstigten Eintritten für alle Vorstellungen.

En vertu de l’initiative d’Alexandra Prusa, Nina Scheu et Tiziana Mona une sélection des œuvres nominées sera présentée le samedi et dimanche prochaines au cinéma Riffraff à Zurich et le samedi 3 mars et le dimanche 4 mars à la Cinémathèque suisse. Les membres de l’académie profitent des prix réduits.

Un grand merci à tout le monde qui l’a fait possible !

Programm Riffraff : www.riffraff.ch

Samstag, 25.02.2012
Riffraff 3
- 09:00 Uhr: Der Verdingbub
- 11:15 Uhr: Silberwald
- 13:15 Uhr: Abrir puertas y ventanas
- 15:15 Uhr: Hell
Riffraff 4
- 09:15 Uhr: The Substance
- 11:30 Uhr: Balkan Melodie
- 13:30 Uhr: Mary & Johnny
- 15:30 Uhr: Messies, ein schönes Chaos

Sonntag, 26.02.2012
Riffraff1
- 10:00 Uhr: Day Is Done
Riffraff 3
- 10:15 Uhr: Summer Games - Giochi d'estate
- 12:15 Uhr: Eine wen iig, dr Dällebach Kari
Riffraff 4
- 10:30 Uhr: Vol Spécial
- 12:30 Uhr: Quartz 2012 Kurzfilmnominationen

Programme Cinémathèque : www.cinematheque.ch

Samedi 3 mars
15h00 : Motel
18h30 : Baggern suivi de Mary & Johnny
21h00 : L'ambassadeur et moi suivi de The Substance

Dimanche 4 mars
15h00 : Messies
18h30 : Abrir puertas y ventanas
21h00 : Du & ich suivi de Vol Spécial

Zweiter Wahlgang

3. Februar 2012 - 15:20

Die 33 Nominierungen für den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» wurden anlässlich der «Nacht der Nominationen» in Solothurn bekannt gegeben. 97 Filme waren für Nominationen in neun Kategorien zugelassen. 68.34% der angemeldeten Mitglieder haben sich am Nominationsverfahren beteiligt. Wir danken für das vitale Interesse und die rege Teilnahme.

Gerne laden wir euch zum zweiten Wahlgang ein. Abstimmen können alle Mitglieder - die ihren Mitgliederbeitrag beglichen haben - in allen Kategorien. Jedes Mitglied hat pro Kategorie eine Stimme zu vergeben. Der zweite Wahlgang startet am Freitag, 27. Januar und endet am Mittwoch, 29. Februar um Mitternacht.

Die nominierten Filme stehen ab Freitag 27.01.2011 auf der VoD-Plattform bereit. Für die Abstimmung steht wiederum das Votingtool zur Verfügung (Voting offen ab 27.01.2012).

Diejenigen, die sich schon an der Nomination beteiligt haben, können ihre jeweiligen Passwörter auch für die zweite Wahlrunde verwenden. Mitglieder, die sich nur für den 2. Wahlgang angemeldet haben, haben ihre Zugangsdaten in den letzten Tagen erhalten.