Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» - Die Preisträgerinnen und Preisträger

18. März 2012 - 22:00

Am 17. März 2012 wurde im KKL Luzern zum 15. Mal der Schweizer Filmpreis «Quartz» verliehen. Es wurden Filme und herausragende Leistungen in neun Kategorien ausgezeichnet. Mit gleich drei Preisen ist der italienischsprachige Spielfilm «Summer Games» («Giochi d’estate») der Siegerfilm des Abends. Zu den Besten des Jahres zählen auch die Schauspieler Carla Juri, Max Hubacher und Stefan Kurt.

Die Gewinnerinnen und Gewinner
Drei Auszeichnungen nimmt «Summer Games» (Produktion: Peacock Film, Zürich) aus Luzern mit: Regisseur Rolando Colla nahm den «Quartz» für den «Besten Spielfilm» von Festivaldirektor Olivier Père entgegen, während er zusammen mit Pilar Anguita-MacKay den «Quartz» für das «Beste Drehbuch» von der Slam-Poetin Daniela Dill übereicht bekam. Der erstmals verliehene Preis für die «Beste Kamera» ging ebenfalls an «Summer Games». Kameramann Ueli Steiger übergab diesen «Quartz» an Lorenz Merz. Carla Juri, die Hauptdarstellerin des Films «Eine wen iig, dr Dällebach Kari», gewann als «Beste Darstellerin» und konnte die Trophäe von der Schauspielerin Irène Jacob in Empfang nehmen. Als «Bester Darsteller» wurde Max Hubacher für die Titelrolle im Film «Der Verdingbub» von Regisseur und Schauspieler Dani Levy gekrönt. Für seine Rolle als Bösiger im gleichen Film überreichte die Schauspielerin Marie Leuenberger Stefan Kurt den «Quartz» in der Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle».

In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» nahm Fernand Melgar die von Alfredo Häberli gestaltete Trophäe für «Vol spécial» (Produktion: Climage, Lausanne) vom Regisseur Jean-Stéphane Bron entgegen. «Bester Kurzfilm» wurde «Du&Ich» von Esen Isik (Produktion: maximage, Zürich). Isik erhielt den Preis von der Regisseurin und Künstlerin Emmanuelle Antille. Den «Quartz» in der Kategorie «Beste Filmmusik» überreichte der Künstler und Musiker Dieter Meier an Peter Bräker, Balz Bachmann und George Vaine für die Filmmusik in «Day Is Done».

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gewählt. Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des Bundesamts für Kultur, in Zusammenarbeit mit der Medienpartnerin SRG SSR und mit SWISS FILMS.

«Spezialpreis der Akademie»
Der «Spezialpreis der Akademie» ging an Gion-Reto Killias, für die herausragende Montage der drei nominierten Filme «Abrir puertas y ventanas», «Day Is Done» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari». Dieser Preis wurde von Christian Frei, dem Präsidenten der Schweizer Filmakademie überreicht.

Ehrenpreis
Der Ehrenpreis 2012 würdigt das ausserordentliche Werk des Regisseurs und Autors Rolf Lyssy (vgl. Medienmitteilung vom 1. März 2012). Mit «Die Schweizermacher» (1978) schuf er den erfolgreichsten Schweizer Film der letzten 50 Jahre. Lyssy’s Schaffen umfasst weitere beim Publikum erfolgreiche Spielfilme sowie in jüngerer Zeit mehrere Dokumentarfilme wie der 2011 entstandene «Ursula – Leben in Anderswo». Ivo Kummer, Chef der Sektion Film beim Bundesamt für Kultur, ehrte die fünfzigjährige Karriere des Cineasten und übergab Rolf Lyssy den Ehrenpreis «Quartz» an der Verleihung.

Vom 35mm-Film zum digitalen Kino
Im Namen der Filmakademie sprach Fredi M. Murer Charly Huser eine Anerkennung aus für seine grossen Verdienste als Lichtbestimmer während 46 Jahren bei der Schwarz Film AG.

Preisverleihung
Moderatorin Susanne Kunz führte zweisprachig durch die Preisverleihung, der 850 Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft beiwohnten. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte das Christoph Walter Orchestra.

Die lange Nacht des Schweizer Films
Die Fernsehprogramme der SRG widmen dem einheimischen Filmschaffen auf SF zwei, SF, RTS un und RSI LA 1 je einen Abend und zeigten neben der Berichterstattung über den Schweizer Filmpreis «Quartz 2012» Schweizer Spielfilme und Beiträge über die Schweizer Filmwelt.

Weitere Informationen: www.schweizerfilmpreis.ch/


Die Gewinner «Quartz 2012» auf einen Blick

Bester Spielfilm:
«Summer Games» («Giochi d’estate») von Rolando Colla / Peacock Film, Zürich

Bester Dokumentarfilm:
«Vol spécial» von Fernand Melgar / Climage, Lausanne

Bester Kurzfilm:
«Du&Ich» von Esen Isik / maximage, Zürich

Beste Darstellerin:
Carla Juri in «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» von Xavier Koller / Catpics, Zürich

Bester Darsteller:
Max Hubacher in «Der Verdingbub» von Markus Imboden / C-Films, Zürich

Beste Darstellung in einer Nebenrolle:
Stefan Kurt in «Der Verdingbub» von Markus Imboden / C-Films, Zürich

Bestes Drehbuch:
Rolando Colla & Pilar Anguita-MacKay für «Summer Games» / Peacock Film, Zürich

Beste Kamera:
Lorenz Merz für «Summer Games» / Peacock Film, Zürich

Beste Filmmusik:
Peter Bräker, Balz Bachmann und George Vaine für «Day Is Done» / Okofilm Productions, Zürich

Spezialpreis der Akademie:
Gion-Reto Killias für die herausragende Montage in den drei Filmen «Abrir puertas y ventanas», «Day Is Done» und «Eine wen iig, dr Dällebach Kari»

Begründung für den Spezialpreis der Akademie:
Für drei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hat Gion-Reto Killias mit seiner Schnittarbeit die richtige Sprache und den richtigen Rhythmus gefunden. Was seine Arbeit auszeichnet, ist sein sensibler Umgang mit Emotionen und das Zugänglichmachen und Eröffnen einer vielschichtigen Dramaturgie.

Ehrenpreis:
Rolf Lyssy